Berichte

Rechenschaftsbericht 2004

Bericht des Vorstandes der SGSE 2004
Ziel der Aktivitäten der Sächsischen Gesellschaft für Stoffwechselkrankheiten und Endokri-nopathien e.V. ist und war es, als Regionalgesellschaft der DDG die wissenschaftlichen Inhal-te der Diabetologie in Sachsen umzusetzen, zu fördern und weiterzuentwickeln. Das wichtigs-te Gremium hierbei ist unsere Fachkommission Diabetes, in der sich Vorstandsmitgliedern der SGSE, Vertreter der Hausärzte, der Kliniken, der Niedergelassenen, des Diabetikerbundes und der Ärztekammer wiederfinden. Neben der fachlichen Arbeit wurden hier berufspoliti-sche und "versorgungspolitische" Probleme beraten und unter zusätzlicher Einladung von Vertretern sächsischer Krankenkassen und Vertretern des sächsischen Gesundheitsministeri-ums auch Problemlösungen erarbeitet.
Ein Hauptproblem war die Umsetzung des per Gesetz verordneten DMP Typ 2 in Sachsen.
Da in Sachsen ein strukturiertes und auch evaluiertes Versorgungskonzept "flächendeckend" und qualitätskontrolliert im Alltag funktionierte, haben wir zunächst versucht, dieses beizube-halten. Nachdem dieses scheiterte, haben wir alles daran gesetzt, medizinische Inhalte und qualitative Ansprüche mit zu bestimmen. Leider war dies durch die gesetzlichen Vorgaben der Rechtsverordnung limitiert. Deshalb galten (und gelten!) unsere Bestrebungen auch, die durch uns kritisierten Fehler in der Rechtsverordnung zu ändern. Auch die immer noch beste-henden Kritikpunkte am DMP, die aus Sachsen kommen und weiter kommen werden, dienen dem Ziel, die Versorgung der Menschen mit Diabetes in Deutschland zu verbessern und unter der Berücksichtigung ökonomischer Gegebenheiten und evidenzbasierter wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Betroffenen umzusetzen.
Eine enge Zusammenarbeit mit den benachbarten Regionalgesellschaften aus Thüringen und Sachsen-Anhalt hat 2004 unsere Bemühungen verstärkt. Regelmäßige Treffen fanden dazu statt.
Fachlich war die Fachkommission federführend bei der Erstellung weiterer Leitlinien Fett-stoffwechselstörungen und Metabolisches Syndrom. Die jährliche Veranstaltung "Diabetes in Sachsen" wurde 2004 unter dem Thema Fettstoffwechselstörungen als gemeinsame Aktivität mit dem Hausärztebund und dem VDBD veranstaltet. Sie ist unsere zentrale fachliche Veran-staltung im Jahr und gleichzeitig auch Mitgliederversammlung der SGSE.
Weiterhin erfolgten die Durchführung der Kurse zur Diabetesassistentin in Kreischa und in Leipzig. Vielfältige Fortbildungsveranstaltungen fanden in den Regierungsbezirken Dresden, Chemnitz und Leipzig statt. Flächendeckend betreiben alle Schwerpunktpraxen gemeinsam mit den überweisenden Hausärzten Qualitätszirkel zum Thema Diabetes. Diese waren in un-serem alten Strukturvertrag und sind es jetzt auch im DMP Typ 2 Vertrag verbindlich vorge-schrieben. Leider erfolgen die Evaluierungsergebnisse der DMP-Dokumentation nicht zeit-nah, so dass sie im Gegensatz zu unserer eigenen Evaluierung vor der DMP "Verordnung" in unseren Qualitätszirkeln derzeit nicht mehr berücksichtigt werden können.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Treffen und Qualitätszirkel, z.B. Qualitätszirkel Insulin-pumpe, Qualitätszirkel Stationäre Diabetesbehandlung in Sachsen (Leitung Prof. Lohmann), Qualitätszirkel Ostsachsen, Qualitätszirkel Dresden, Qualitätszirkel Endokrinologie in Leip-zig (Leitung Prof. Heberling) , Qualitätszirkel Osteoporose in Leipzig u.v.a.m.
Regionale Fortbildungsreihen sind z.B. die Chemnitzer Gespräche und die Kreischaer Stoff-wechseltage oder der Kreischaer Fußtag.


Kathrin Drynda
Vorsitzende


für den Vorsitzenden CHA Dr .Weck bis zum 30.09.04




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